"Goldfisch", Performance von Karen Haase, 2010
Foto: Christiane Schröder

Das Festival

Die 48 Stunden Neukölln sind ein jährlich stattfindendes, dezentral angelegtes Kultur- und Kunstfestival – und dabei mittlerweile das größte seiner Art in Berlin. 2010 wurden darin an über 350 Spielorten in Nord-Neukölln mehr als 770 Einzelveranstaltungen angeboten. Aktiv beteiligt waren ca. 1.700 Personen, was etwa 1% der Bevölkerung Nord-Neuköllns entspricht. BesucherInnen und TeilnehmerInnen kommen inzwischen aus der ganzen Welt nach Neukölln, um den kunstreichen und von verschiedensten kulturellen Traditionen geprägten Standort und die einzigartige Festivalstimmung kennen zu lernen oder zu genießen.

Das Festival wird vom Kulturnetzwerk Neukölln e.V. veranstaltet. Seit 1999 werden jeweils an einem Wochenende künstlerische und kulturelle Aktivitäten gebündelt und einem breiten Publikum präsentiert. Alle Organisationen, Initiativen, KünstlerInnen und Kulturschaffenden des Bezirks sind aufgerufen, sich am Festival zu beteiligen. Daneben erhalten KünstlerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet und dem Ausland die Möglichkeit, Nord-Neukölln als Ort für künstlerische Experimente und innovative Präsentationsformen zu nutzen. Das Festival zeichnet sich insgesamt durch eine Unmittelbarkeit zwischen KünstlerInnen und Publikum aus, sowie durch eine Vielzahl an Projekten, die sowohl die AnwohnerInnen als auch die FestivalbesucherInnen zur Teilhabe einladen.

Rund 70.000 BesucherInnen nutzten 2010 und 2011 ein kulturelles Angebot, das sämtliche künstlerische Genres wie Performance, bildende Künste, Intervention, Tanz, Theater, Musik und vor allem auch Aktionen zum Mitmachen einschloss.

Die 48 Stunden Neukölln leben durch das ungebrochene Engagement der beteiligten KünstlerInnen und „MitveranstalterInnen“, die zum größten Teil ehrenamtlich arbeiten. In Neukölln lässt sich besonders gut die innovative Potenz gesellschaftlich orientierter Kunstprojekte erleben.